von Lena & Rico

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Time to study

So alle zusammen!

Ab sofort werden weniger Beiträge veröffentlicht:

A. weil Uni

B. weil lernen

C. weil unter der Woche meist nix weltbewegendes passiert 😉

Freut Euch also immer auf  einen wöchentlichen Blogeintrag.

 

Share Microsoft Love

Könnt Ihr Euch noch daran erinnern wen wir in Redmond bei Seattle besucht haben? Klar, Microsoft 😀 Als kleiner Microsoft-Fan und überzeugte Lumia und Surface Userin muss ich Euch natürlich auf den neuesten Stand bringen 😉

Wer es noch nicht gesehen hat, muss es sich unbedingt anschauen!! Wovon rede ich? Na, von der Microsoft-Veranstaltung zu den Windows 10-Geräten 😀

Wenn Ihr mehr über Microsoft HoloLens, Microsoft Band, Lumia 950 oder etwa dem Surface Pro 4 erfahren wollt, dann schaut hinein.  Euch erwarten noch einige andere Überraschungen aber zu viel will ich lieber nicht verraten 😉

Check it out: here  😀

P.S. Wer noch immer Apfel-Produkte besitzt, sieht langsam aber sicher alt gegenüber den brandneuen Microsoft-Geräten aus 😎

Windows10-official-wallpaper-02

 

Spenden sind willkommen

Während wir hier unsere letzten gemeinsamen Tage beschreiben, habe ich einmal mit der finanziellen Abrechnung des Urlaubs begonnen… War keine gute Idee. 😕

Falls jemand in Las Vegas mehr Glücke hatte als wir, dann kann er sich gern melden – Überweisungen per PayPal oder Bank sind gern gesehen. 😀

Nein – Spaß beiseite: So eine Reise muss natürlich etwas kosten. Wozu geht man schließlich arbeiten? In diesem Sinne: freut euch schon auf den nächsten Artikel von Lena!

10 Dinge, die man von den USA gehört und gesehen haben muss

Dass die Amerikaner viel von ihrem Land halten und stolz auf alles sind, das will man ihnen mit Blick auf die Natur, die Größe und die Vielfältigkeit auch nicht abstreiten. Es gibt aber Dinge, die sind eine mittlere Vollkatastrophe und im Jahr 2015 einfach nur peinlich. Wer mit offenen Augen durch dieses Land geht, wird sich ab und zu wundern und vielleicht noch das eine oder andere mehr entdecken.

  1. Das Internet
    Erinnert ihr euch noch an Modem- und ISDN-Zeiten als man stundenlang warten musste bis eine Seite im Netz geladen war? Gruselig, oder? Seit das DSL Netz in Deutschland intensiv ausgebaut wurde und man mindestens eine 2000-er Leitung am heimischen Anschluss hat, ist das digitale Zeitalter auch privat angekommen und das Surfen zum Vergnügen geworden. Nun gibt es aber Menschen, die behaupten: das Internet in Deutschland ist keinesfalls schnell und die USA sind viel weiter! Da sage ich euch: alles Quatsch! In der Tat gibt es in den USA viele öffentliche freie WLAN-Netzwerke aber die Geschwindigkeit ist der Horror! Und von Stabilität sprechen wir am besten gar nicht erst. Selbst im modernen New York oder im bunten Las Vegas fühlten wir uns wieder in die 90iger Jahre mit Modem-Verbindungsgeschwindigkeit versetzt. Ich freue mich wieder auf mein Netz zu Hause. Stabil, schnell und trotzdem billig! Während in Deutschland ein Anschluss schon für unter 30 € zu haben ist, bezahlt man in den USA mal locker 60-80 $…
    Fragt sich: wie modern ist dieses Land jetzt?
  2. Das Leitungswasser
    Mir wird schon schlecht, wenn ich nur daran denke! Das Leitungssystem der hiesigen Städte ist wohl schon etwas in die Jahre gekommen. Deshalb beugt man mit Chlor nach, um wenigstens das Wasser keimfrei zu haben. Wenn man in einem Restaurant etwas zum Trinken bestellt, sollte man gleich dazusagen, dass man bitte kein Eis hinein haben möchte. Erstens, weil das Getränk meist eh knapp über dem Schmelzpunkt runtergekühlt ist und zweitens, weil man sonst nach ca. 30 Minuten ein Schwimmbadgeschmack im Glas hat. Mmmmhhh! Richtig lecker! Der Witz an der Sache: einige Amerikaner denken, dass das gar kein Chlor ist. Es gibt Menschen, die behaupten, es handle sich bei dem Geschmack um Fluorid. Na klar: so wird es sein… Deshalb haben bei uns die Zahnärzte in der Sommerzeit auch nix zu tun, weil die Kinder im Schwimmbad immer so viel Fluor zu sich nehmen. (Ganz am Rande: das Fluorid ungeheure Nebenwirkungen hat, die verschwiegen werden, wisst ihr, nicht wahr?)
    Also: wer in den USA Wasser trinken will, der sollte es kaufen. Die Stiegen in den Supermärkten mit kleinen 0,5 l Flaschen sind recht günstig. Wer Leitungswasser mag, sollte vorher aber mal probieren. Nur wenige Orte waren bei uns „akzeptabel chlorfrei“.
  3. Steckdosen und Schalter
    Jeder Elektriker aus Deutschland würde in diesem Land die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Mit VDI-Normen hat das hier alles nichts zu tun. Die Schalter klappern in der Gegend herum und die Nachtischlampen haben oft so ganz seltsame Drehknöpfe, die sich vermutlich jeden Moment auflösen könnten. Die Steckdosen haben die Eigenschaft den Stecker nicht halten zu wollen. Jedenfalls sind zu 90% unsere Adapter so locker drin gewesen, dass man eine Verbindung nicht mehr angucken durfte, nachdem sie bestand, weil sonst das Laden von Telefon und/oder PC nicht geklappt hätte. Besonders lustig wird es, wenn man einen Fön einschaltet. Dann  kann schon mal das Licht in der ganzen Wohnung flackern. Warum das so ist? Weil die Amis 110 V als Netzspannung haben. Wir haben 230 V – also mal eben das doppelte. Damit ein Fön in den USA aber genauso warm pustet muss im Verhältnis zu Deutschland viel mehr Strom fließen. Während wir locker 2300 W an eine Steckdose bedenkenlos hängen können, geht das in den USA nicht. Und wenn jetzt so ein Fön mit 1000 W an den Start geht, dann kann das Stromnetz gar nicht gleich so viel Strom befördern, wie nötig. Kurz: es flackert dann eben. Ob die Amerikaner auch wissen, dass, je geringer die Spannung ist, auch die Leitungsverluste steigen??? Wir wissen es nicht…
  4. Klimaanlagen
    Also angenehme Temperaturen hatten wir eigentlich nur in Seattle. Der Rest des Landes ist draußen einfach nur heiß. So heiß, dass ich behaupte, dass dieses Land stellenweise nicht mehr lebensfreundlich ist. Ein Glück, dass man Klimaanlagen erfunden hat. Die erzeugen innerhalb der Gebäude einen künstlichen Nordpol. Es ist meist irre kalt, dass man gern einen Pullover anziehen würde. (Während ich das hier schreibe, sitze ich auf dem Flughafen mit langer Jeans und T-Shirt und mir ist kalt! Werde dann wohl bald mein langes Oberteil drüber werfen.) Wer als Europäer gerade den Wechsel beim Verlassen eines Gebäudes nicht gewohnt ist, kann schnell mal Kreislaufprobleme bekommen oder wie ich: einfach einen Schnupfen. Aber die Amerikaner lieben ihre Klimaanlagen. Überall laufen die Maschinen – wirklich überall! Im Auto, im Haus – wo man nur Strom hat.
  5. Die Autos
    Na dass es hier in den USA nur dicke Autos gibt, ist ja allgemein bekannt. Ist zwar nicht ausschließlich so aber im Großen und Ganzen passt die Verallgemeinerung. Dicke Pick-Ups, wo mir immer noch nicht klar ist, wofür man das in der Stadt braucht; große Allrad-Jeeps, wo auch hier nicht ganz schlüssig ist, warum das Not tut; und Hybrid-Autos. Entweder man versucht in den USA das dickste Auto zu haben um den größtmöglichen Verbrauch zu erzeugen oder man versucht so ökonomisch zu fahren wie es nur geht. Dieser Gegensatz erschließt sich mir einfach nicht. Fakt ist aber, dass die Amis ihr Auto lieben und quasi darin leben. Es ist ihr zweiter Wohnort. Und das auch noch billig: wenn wir unsere Leihwagen vollgetankt haben, sind wir nie über 40,- $ gekommen. Also etwas über 30 Euro für eine komplette Tankfüllung und die Autos hatten auch ihre 50 -60 Liter Tanks. Das hätte ich gern mal in Deutschland! Traumpreise, fragt sich nur, wie lange noch. Allerdings ist der Sprit auch nichts wert. Höchstens 91 Oktan. Ein Wert, wo unsere Autos in Deutschland wohl den Stinkefinger zeigen würden.
  6. Straßen
    Wenn wir schon beim Auto waren, dann machen wir bei den Straßen weiter. Die sind: breit! Irre Breit. So Mal eben 8 oder 10 Spuren auf der Autobahn sind normal aber: voll. Überall Autos! LKW gibt es eher weniger. Hier bringt man wohl mehr mit Flugzeug und Bahn zum nächsten Ziel. Etwas, wovon wir in Deutschland mit den endlosen LKW Kolonnen nur träumen können.
    Trotzdem kommt es regelmäßig zu Staus. Grund dafür: die Leute sind meines Erachtens völlig verwirrt beim Fahren. Da wird mit dem Smartphone gedaddelt, da wird geträumt, da wird alles gemacht, nur nicht gefahren. Für uns Deutsche nicht wirklich witzig. Ganz besonders schlimm: man fährt, wo man will. Zwar gibt es ein Rechtsfahrgebot in den USA aber keiner macht’s. Rechts überholen gehört somit zum guten Ton. Die Polizei interessiert es nicht. Die ist nur drauf und dran „Tickets“ für zu schnelles Fahren zu vergeben. Wobei das auch relativ ist: denn wenn es heißt „65 MPH“ (105 km/h), dann darf man gut und gerne 10 – 15 MPH drauf packen. Erst wenn man 20 Meilen pro Stunde mehr fährt, dann wird man in den Augen der Polizei verdächtig. Es gilt: einfach das machen, was andere machen, dann passt das. Wir wurden nie angehalten.
    Die Straßenqualität ist übrigens einigermaßen in Ordnung. Klar, es gibt Löcher bis zum Grundwasser und ja der Belag ist laut und die Reifen summen nur vor sich hin aber allgemein kann man damit leben. Es gibt übrigens wenige Baustellen, weil die Regierung kaum Geld in Straßenausbau investiert. Ein Fehler, wie ich finde aber das werden die schon noch verstehen…
  7. Kreuzungen
    Als Fußgänger ist man an Straßenkreuzungen verloren. In der Regel schlägt man Wurzeln beim Warten auf Grün, bzw. „das weiße Ampelmännchen“. In New York geht man deshalb einfach, wenn es einem passt. Da zur Hauptstoßzeit eh nur Stau ist, spielt es auch keine Rolle. Aus Fahrersicht stellt sich eine Ampelkreuzung so dar: entweder alle fahren oder keiner fährt. Oft stehen die Autos da und es passiert nix. Ich weiß nicht, ob dann überhaupt wer grün hat, oder nicht – es stehen zumindest alle. Und meist ist es so, dass an einer Kreuzung mit 4 Seiten immer nur eine Seite wirklich grün hat. Nur selten dürfen gegenüberstehende Linksabbieger gleichzeitig fahren oder die Geradeausspuren zur gleichen Zeit aufs Gaspedal steigen. Rechtsabbieger genießen in der Regel einen Vorteil: Auch wenn Rot ist, man darf immer rechts abbiegen. Sofern halt niemand gefährdet wird. Stellt euch vor, als wäre an jeder Kreuzung ein grüner Blechpfeil. An diese Tatsache gewöhnt man sich sehr schnell und ich hoffe, dass mir das in Deutschland nicht zum Verhängnis wird. Genauso glaube ich, dass ich in Deutschland ca. 50 m vor der Ampel anhalten werde, denn in Amerika sind die Ampellichter immer auf der gegenüberliegenden Straßenseite und somit weit von der eigenen Haltelinie entfernt. Gewöhnungssache…
  8. Steuern – du bezahlst immer mehr als du denkst
    Es ist zum Piepen: man sieht ein T-Shirt, was einem gut gefällt, der Preis passt: ab zur Kasse. Dort das große Erstaunen: Steuern kommen bitte noch dazu! Jedes Mal! Ob im Restaurant, Hotel oder Geschäft. Die Amerikaner schreiben immer den Nettopreis auf ihre Preisschilder. Einen Hinweis zum Steuersatz findet man nie. Zumal der Satz von Staat zu Staat unterschiedlich ist. Das Mehrwertsteuersystem ist so undurchsichtig, dass ich manchmal glaubte, der Wert hinge vom Sonnenstand und der Laune des Mitarbeiters ab. Macht wenig Spaß um ehrlich zu sein. Hier freue ich mich auf die Transparenz und Übersichtlichkeit in Deutschland. Alles hat seine Ordnung und sowohl Netto- als auch Bruttopreis lassen sich finden. Fakt ist: in den USA nie denken: „oh ich hab noch 10,- $, die werden reichen.“ – Nein werden sie sicher nicht! :-)
  9. Die Verschwendungssucht
    Also die Amerikaner haben ein Talent Ressourcen zu verschwenden. Ob Wasser oder Strom oder Benzin oder alles. Regenwasser sammeln um den Garten zu wässern, kennen sie nicht und machen sie nicht. Toilettenspülung mit Stopp-Taste ausrüsten: kennen sie nicht, machen sie nicht. Jedes Mal ballert man da einen See durch die Porzellanschüssel, dass der Wasserzähler quasi zu glühen beginnt. Nun gibt es im Staat Kalifornien nun schon seit ein paar Jahren eine Dürre-Periode und als Folge dessen ein Aufforderung der Regierung Wasser zu sparen und den Rasen nicht mehr zu sprengen. Hehe: aber atomuhrgenau starten jede Nacht die Sprinkler und bewässern den Garten. Es kümmert also keinen. Genauso wenn das Licht brennt, oder das Auto mit laufenden Motor geparkt wird oder oder oder. Die Amerikaner haben eine genetisch veranlagte Sucht zur Verschwendung. Würden sie sich nur ein bisschen von unseren Europäischen Lebensweisen aneignen, könnte das Land um einiges besser da stehen.
  10. Überzogene Freundlichkeit
    Mein persönliches Lieblingsthema!
    Ach ja: ja ich vermisse die Deutsche „Trockenheit“. Das sagt man guten Tag, da bedankt man sich und verabschiedet sich. Punkt aus fertig! In den USA hört man hingegen immer wieder: „How are you?“, „How are your doing?“ also immer: wie geht’s und so weiter. Während wir am Anfang noch darüber nachdachten, was man denn darauf antworten sollten, stellten wir bald fest: es interessiert eigentlich niemanden. Dumm gucken sie nur, wenn man die Gegenfrage zurückgibt. Darauf sind die wenigsten gefasst. Und mit der Zeit kommt man sich einfach veräppelt vor, weil wir Deutschen eigentlich eine gewisse Ernsthaftigkeit hinter dem gesagten Wort haben.
    Um es kurz zu machen: die Amerikaner wollen gern wissen, wie es einem geht, aber es interessiert sie nicht. Man plappert es einfach nur so dahin, weil es ebenso ist. Genauso mit dem Bitte, Danke und Entschuldigung. Die Amis entschuldigen sich für alles was sie tun. Ernst meinen sie es nicht. Meistens wollen sie nur irgendwo durch und brauchen Platz oder sie sagen es, weil man es eben sagt. Genauso mit dem Bitte und Danke. 1000 Mal muss man das bei der Inanspruchnahme einer Dienstleistung sagen. Zum Beispiel im Restaurant: man isst vor sich hin und teilweise gibt es Restaurants, wo aller paar Minuten einer daherkommt und fragt, ob denn alles in Ordnung sei und ob man noch was bräuchte. „Ja Gott verdammt! Ich will nur in Ruhe essen! Du kriegst schon dein Trinkgeld auch wenn du nicht ständig fragst!“ So gern hätte ich denen das manchmal an den Kopf geworfen. Und wenn man dann mit vollem Mund sagt, dass alles gut ist, dann kommt es wieder: das gute alte Danke. Immer und immer wieder. Man wird mit der Zeit müde, weil es eben nicht ernst gemeint ist und somit den Wert verloren hat.

Die Amerikaner sind neugierig, offen und total gastfreundlich. Das muss man ihnen lassen! Sie besitzen eine gewisse Naivität und denken leider zu wenig nachhaltig. Sie meinen es nicht böse – aber es macht sich auch keiner einen Kopf darüber. Wie so ein Kind, was im Sand spielt und sich nicht darum kümmert, dass der Sandhaufen breitgetreten wird oder die Sachen nachher direkt in die Waschmaschine können.

Aber das ist Amerika. Nett, manchmal zu nett, wie ich finde, aber keinesfalls abgeneigt und gehemmt. :-)

Vermisst mich jemand?

Na ihr da draußen? Wer genau aufgepasst hat, wird sich jetzt fragen: „Warum schreibt Rico zu einer Uhrzeit, wo er doch noch im Flieger sitzen muss?“

Hehe: ich bin nicht im Flugzeug und schon gar nicht bin ich in oder über Europa… Ich bin leider gestern nicht wie geplant von Los Angeles abgeflogen und bin zwangsläufig einen Tag länger hier. Geplant war das gar nicht und gewollt noch weniger. Wie das genau passiert ist, erfahrt ihr in den kommenden Tagen 😉

Bis dahin: viele Grüße aus einem der Flughafenhotels. :-)

Wusstet ihr, dass…

… Lena heute ihren ersten Tag in der Hochschule hat? Ich bin gespannt, was sie zu berichten hat!

Werbepause vorbei

So Leute von heute :-)

Lena und ich sind aus Las Vegas zurück. Da war mal wieder so viel zu sehen, dass das Bloggen unmöglich war. Da unsere Reise aber langsam vorüber ist, holen wir nun wirklich nach, was noch so fehlt. 😉

Ihr werdet es nicht glauben…

In den letzten Tagen habt ihr leider nichts neues mehr von uns gehört. Wir waren dank unseres Sonnenbrands etwas außer Gefecht gesetzt. Na wie auch immer: heute versuchen wir das zu ändern. Wir haben auch alle Zeit dazu: denn hier in San Diego schüttet es aus Eimern! Kein Scherz! Es regnet wie wild und einige Straßen sind wegen Überflutung schon gesperrt.

So ein Müll…

Also bei uns haben wir immer unsere 2 Lumia Smartphones, mit denen wir hauptsächlich Fotos machen und eine brandneue GoPro Hero 4… Silver Edition oder so. Na wie auch immer: GoPro eben. Diese kleine Kamera wollte ich ja eigentlich von meinem Bruder Eric ausleihen aber leider verabschiedete sich seine kurz bevor ich sie bekommen sollte. Das ist Pech aber dank Amazon kann man das Problem schnell beheben. Man bezahlt dann halt. Nennt sich Marktwirtschaft, habe ich mal gelernt…

Die GoPro Filme nehmen wir in der Regel in HD Qualität auf und wollen wir später verwenden um einen großen Film vom Urlaub zu schneiden. So die Idee. Bis jetzt hat die kleine Action-Cam auch super Aufnahmen gemacht. Mit einem kleinen Haken: ab Minute 26 und paar Sekunden ist Schnitt. Die Kamera nimmt zwar scheinbar weiter auf, speichert aber die Video-Sequenz nicht mehr ab. D.h.: viele unserer langen Filme sind futsch zumindest ab Minute 26…

Insgesamt sind 12 Filme von dem Problem betroffen. Bei einigen Sachen können wir wohl darauf verzichten aber andere Sachen sind sehr ärgerlich. Und zwar so ärgerlich, dass ich mich bei Amazon oder GoPro beschweren werde. Es kann nämlich nicht sein, dass man so viel Geld ausgibt und dann ist da irgendein Problem und die Kiste geht nicht. Das ist sowas peinlich für den Hersteller und hat mir den Abend heute ziemlich vermiest. :-(

Leider ist mir dieses Problem vorher nicht aufgefallen. Ich hatte mich zwar etwas gewundert aber nicht all zu viel darauf gegeben. Verwundert hatte mich nämlich die Dateigröße der Videos… Leider kam diese Erkenntnis 12 Filme lang zu spät…

Entschuldigung

Hallo liebe Leute in Deutschland. Entschuldigt, dass ihr so viele Tage auf neue Berichte warten musstet. Aber die Gegend ist hier so spannend, dass wir abends richtig fertig sind. Aber wir holen das nach! Keine Angst! :-)

Hoch hinaus! (Teil 2)

Es war abends geworden… Inzwischen war ich total frustriert und starb an langer Weile. Lena hatte es besser gemacht: sie hatte einen Ausgleich zur Zeitverschiebung gesucht und im Schlaf gefunden.

Ich hingegen rannte zur Rezeption und fragte nach, ob nun endlich mal etwas passiert und vielleicht der Koffer da sei. Nö – natürlich nicht. Ich also wieder ans Telefon. Dieses Mal ging eine andere Person ran. Ich fragte, wo denn nun der Koffer sei und gab meinen Hotelnamen durch. Doch der gute Mann wollte wohl mit mir nicht reden und legte irgendwie auf bzw. es war still. Ich versuchte nochmal mein Glück. Inzwischen war mein Gegenüber von mir aber schon ziemlich genervt. Er fragte, woher ich denn eigentlich die Nummer hätte… Gut – jetzt dachte ich mir, ich sei im falschen Film und der will mich verarschen. „Na von Singapore Airlines natürlich!“ (Von wem auch sonst?) Angefressen suchte er in seinem PC nach den Informationen. „Between 22 and 1:30 your baggage will arrive“, sagte er. Also zwischen 22 und 1:30 Uhr soll mein Koffer ankommen. Ehe ich begreifen konnte, hatte der Knaller auch schon aufgelegt. Jetzt war ich richtig sauer: Nicht weil ich den Koffer nicht hatte, sondern weil ich x Mal vertröstet wurde und keines der Zusicherungen eingehalten wurde. Klassischer Fall von: „Rico wird eine Beschwerde an Singapore Airlines schreiben“.

Ich flitzte wieder hoch zu Lena, machte meinem Ärger erstmal Luft und dann machten wir uns fertig für den zweiten Teil unserer Reise „Hoch hinaus!“. In unserer Empire State Building Eintrittskarte gab es nämlich noch eine zweite für den gleichen Tag für eine später Uhrzeit zwischen: 22 und 3 Uhr. Die Lichter der Stadt wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Also ab zur U-Bahn…

… und hier deutete sich schon der nächste Ärger an. Dazu ein kleiner Exkurs in die Metro des Großraums New York:

Erst einmal haben wir ein falsches Fahrkartenmodell erworben. Denn Lena und ich bezahlen jedes Mal 5,50 $ p.P. für eine Fahrt. Inzwischen haben wir rausgefunden, dass es auch einen 7 Tage-Pass gibt, der wesentlich günstiger gewesen wäre. Allerdings ist die Informationslage hier super bescheiden. Man kann das System nur mit raten und probieren wirklich verstehen. Egal – eingebüßt ist auch gehandelt.
Dann ist es so, dass man in der Bahn friert, weil dort die Klimaanlage auf Arktis eingestellt ist und zwar immer! Hat zur Folge: was es drin kalt ist, ist es draußen heiß! Und zwar so richtig doll! Denn die U-Bahntunnel sind deutlich wärmer und stickiger als die Außenluft. Derzeit haben wir hier in New York so 29 – 32 °C am Tag. Da es in der U-Bahn aber deutlich wärmer ist, könnt ihr euch vorstellen, dass wir da mindestens von 35 – 40 °C sprechen. Wirklich ganz gruselig.
Und wenn man jetzt warten muss, dann wird die Luft zur Qual. Und warten muss man immer. Ich nehme mir vor, in Hamburg nie wieder über den HVV zu schimpfen, denn das, was hier abgeht, ist voll daneben:

  • keine Anzeigetafeln über den aktuellen Fahrstatus der Bahn
  • keine Fahrpläne
  • keine Tarifinformationen
  • keine Linienpläne

Aber das schlimmste: die Verspätungen. Man erfährt nix – die Bahn kommt halt einfach nicht… Und genau das deutete sich auf unserer Hinfahrt zum Empire State Building an. Irgendwelche Baustellen sollten irgendwo sein aber klar war das nicht…

Wir kamen aber trotzdem an und jetzt lassen wir Bilder sprechen.

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Wenn man denn schon in der Nacht in New York ist, dann doch auch gleich richtig. Also ab zum berühmten Time Square – quasi der Kiez von New York. Wir wollten nochmal schauen, ob wir vielleicht noch irgendwo einen Cocktail bekommen konnten. Leider ging die Rechnung nicht auf: im Hard Rock Café schmiss man uns förmlich raus, weil die Bar schließen wollte… in einem Irischen Pub ließ uns der Kellner im Stich… viele andere Bars: zu. Egal… schaut euch erst einmal den Time Square in 3D an.

Da die Stadt förmlich die Gehwege hochklappte und wir nun inzwischen auch irgendwie müde waren, entschlossen wir uns zur Heimfahrt. Dachten wir uns so…

Wir gingen zur nächsten U-Bahnstation. Die App sagte: gleich kommt eine Bahn. Stimmte auch – da kamen ganz viele Bahnen… aber das waren erstmal alles Züge in die falsche Richtung, dann ein Bau-Zug und dann liefen Arbeiter die Gleise entlang und dann passierte gar nichts mehr. Nur immer mehr Leute kamen und die Hitze wurde immer unerträglicher. Nach einer gefühlten Ewigkeit der Entschluss: scheiß auf das ausgegeben Fahrkartengeld – wir laufen eben. So richtig trauten wir uns aber auch nicht in die nächste Bahn – das Risiko war uns einfach zu groß. Das Zauberwort hieß Fußbus… War aber an sich eine blöde Idee – wir waren fast 1,5 Stunden unterwegs und sind tot am Hotel angekommen. Inzwischen war es 2:30 Uhr und mitten in der Nacht.

Aaaaber: mein Koffer war da. :-) Die Welt war also trotz qualmender Füße ein Stück besser geworden.

Ab nach New York

Am Montag den 24. August 2015 klingelte um 3 Uhr unser Wecker und es hieß für uns ab zum Hamburger Flughafen in Fuhlsbüttel. Dank des morgendlichen Fahrservice von meiner Mom erreichten wir gegen 4:15 unser Terminal. Danke hier noch einmal fürs Fahren! Leider war beim Bodenpersonal am Airport Terminal 1 zu der Zeit noch tote Hose. Selbst unser Gepäckabgabeautomat begrüßte uns mit der Nachricht: „Dieser Automat steht Ihnen in Kürze wieder zur Verfügung“. Kleiner Hinweis an alle: Macht euch nicht so viel Stress erst um 4:30 geht was bei Lusthansa am Hamburger Flughafen los!

Die Gepäckabgabe verlief sonst reibungslos. In der Sicherheitskontrolle wurde nur mein Rucksack herausgewunken. Die Verdächtigten waren unsere ICE-Bonbons 😀 Nach einer  Shopping-Tour im Heinemann Duty Free und den berüchtigten Heißgetränken im Marché, startete um 5:30 unser Boarding für den Flug LH001 nach Frankfurt. Um 6 Uhr hob unsere A321 ab. Die kulinarischen Highlights unseres Fluges haben wir ja bereits beschrieben. Reisezeit sollte laut Flugkapitän nur 45 Minuten betragen und dies war tatsächlich der Fall! Wir landeten 30 Minuten vor geplanter Ankunft in Frankfurt. Entsprechend war unser Gate noch besetzt und so durfte unsere Maschine eine Ehrenrunde übers Vorfeld ziehen.

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Um 7:40 sollte bereits das Boarding für unseren Flug SQ26 losgehen. Wir hatten also keinen Stress und konnten den weiten Weg bis zum Abfluggate genießen. Und während wir so den Flur entlang gingen, tauchte plötzlich eine der neuesten Maschinen auf, die Airbus derzeit baut – die A350.

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Nun aber ab zu unserer A380. Da stand sie: anmutig und groß aber schlecht zu fotografieren. Egal – trotzdem schön.

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Wir wollen uns gerade hinsetzen, da ertönte eine Lautsprecheransage und irgendwelche Namen wurden aufgerufen. Das kennt man ja schon vom Flughafen und hört kaum hin. Doch plötzlich quakte die Stimme: „Herr Schwarzbach […] Frau Stendel […]“
Wir gucken uns an: Was? Wir? Haben wir was falsch gemacht. Sind die Plätze überbucht, die wir gestern früh noch telefonisch vereinbart hatten?
Also wieder alle Sachen in die Hand und zum Schalter.

Entwarnung! Alles halb so wild! Da wir den Flug über Lufthansa eingecheckt hatten, fehlten unsere Reisedaten in der Singapore Airlines Datenbank. Trotz des s.g. Code-Sharings läuft der Datenaustausch zwischen den Fluggesellschaften scheinbar nicht immer ganz reibungslos. Unsere Daten wurde ergänzt und gefüllt und während wir uns wieder hinsetzen wollten, begann nun das wahre Boarding. Zu unserer Verwunderung ging das auch richtig, richtig schnell. Noch vor 8:40 Uhr hatte das Personal die Türen verschlossen. Ich hatte es ganz besonders „toll“ – ich bekam Mr. Stinki als den geilsten Sitznachbarn, den man sich auf einen Langstreckenflug nur wünschen konnte. Ein Glück schaffte es die völlig überdimensionierte Klimaanlage den Duft des an sich freundlich wirkenden Herren in den restlichen Raum der Kabine zu verteilen. 😀

Kurzer Hand später hoben wir ab. Einfach gewaltig und super leise! Rico hatte seinen Spaß den Flügel und dessen aerodynamische Effekte zu beobachten. Die A380 ist einfach der Hammer! Während des Fluges wurden wir rundum vom Bordpersonal versorgt. Das war regelrecht eine Fressveranstaltung. Singapore Airlines hat uns mit zwei leckeren Menüs (Brunch und Abendessen), Snacks, Eis und Getränken verwöhnt.

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Auch bei diesem Flug haben wir das Raum- und Zeitkontinuum durchbrochen. Statt den geplanten 11:10 Uhr landeten wir schon um 10:30 Uhr in New York! Klasse Leistung, aber was dann folgte war nicht mehr so schön…

Der Riegel

Da liegt er nun vor mir: In seiner ganzen Pracht, in seiner Länge, in dem Glanz, wie ihn eine Nahrungsmittelindustrie geschaffen hat, die ihres Gleichen sucht. Vollgestopft mit 1000 Inhaltsstoffen, die im Mund des begierigen Besitzers eine Geschmacksexplosion in jedem nur erdenklichen Rezeptor auf der Zunge auslösen wird. Ein Produkt, welches in seiner Gesamtheit einzeln bereits 5% des nötigen Tagesbedarfs an Energie eines ausgewachsenen Menschen decken kann, weil nur das Beste aus Hafer, Weizenprodukten und Vollmilch verwendet wurde. Mit Tücke und Suggestion wird dem Gehirn vermittelt, dass so etwas nur gut sein kann. Quasi automatisch werden gleichzeitig Gewissen und Reue sowie Selbstbeherrschung für eine Zeit von 3 x 30 Kaufvorgängen + 5 Minuten Nachhallzeit abgeschaltet.

Und dieses so hochwertige Komplex wird einfach so lieblos durch das Bordpersonal des Lufthansa Flugs LH001 von Hamburg nach Frankfurt in einem großen Korb dem Kunden dargeboten, der völlig erschöpft vom Wochenende als einfacher Reisender ins Flugzeug stolpert, während er sich noch den Schlafsand aus den Augen reibt. Ja, diese Darreichung gleicht eigentlich einer Ehre, die so kaum erkannt wird, denn dieses energiegeballte Werk ist es nun im Sinne und Zweck von Wirtschaftspsychologen und gewinnoptimierten Managern das Heilmittel für den Fluggast geworden – das Frühstück für den gesitteten Deutschen – der Müsliriegel!

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Na also geschmeckt hat er und viele Leute haben eh im Flug gepennt und wollten ihre Ruhe statt ständig genervt zu werden, was sie denn so essen möchten und was nicht. Von daher ist der Riegel von den Flugtestern Lena und Rico als akzeptabel bewertet worden. 😀

In diesem Sinne: guten Hunger! :-)

Airbus A321

MSN 4801 vom Typ Airbus A321 wird uns jetzt gleich in die Luft katapultieren. :-) Also eine der neueren Maschinen von Airbus. Da fühlt man sich richtig heimisch.

Für 1,30 € alles bekommen

Wir haben es eben drauf: Dank Lenas Heinemannkarte haben wir Gutscheine im Duty Free einlösen können. Das Ergebnis:
2x Schokolade
1x Gummibärchen

Und als Dank haben wir wieder Gutscheine für zwei Heißgetränke im Marché bekommen. Nun sitzen wir hier, schlürfen den Tee und eine super leckere heiße Schokolade und warten, dass es ins Flugzeug geht.